Pflichtmitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft für Karnevalsvereine

 

Hier: ehrenamtliche Helfer bei der Vorbereitung von Karnevalssitzungen


Bei den nachstehenden Ausführungen wird davon ausgegangen, dass
---die Helfer Vereinsmitglieder sind,
---die Helfer keinerlei Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten,
---die Veranstaltungen zu den satzungsmäßigen Aufgaben des Vereins zählen,
---dass keine Gewinne erwirtschaftet werden, die der Gemeinnützigkeit des Vereins entgegenstehen,
---der Verein keinerlei sonstige Mitarbeiter (gegen Entgelt) beschäftigt.


Grundsätzlich gilt, dass die ehrenamtliche Tätigkeit von Vereinsmitgliedern nicht unter den Katalog des § 2 SGB VII (7. Sozialgesetzbuch) fällt. Deshalb besteht bei Unfällen auch kein Versicherungsschutz aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Insbesondere gehören die Helfer bei Veranstaltungen nicht zu den im Katalog des § 2 SGB VII aufgeführten ehrenamtlich Tätigen, denn insoweit umfasst die gesetzliche Pflichtversicherung nur ehrenamtliche Tätigkeiten in den näher bezeich-
neten Tätigkeitsbereich wie z.B. im Bereich der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege, wozu Karnevalsvereine nicht gehören.

Lediglich unter einem Aspekt könnte etwas anderes anzunehmen sein, nämlich im Hinblick auf die Frage, ob im Rahmen der Veranstaltung „Beschäftigte“ im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 bzw. Abs. 2 SGB VII tätig sind. Dazu zählen in der Regel freiberuflich tätige Künstler, insbesondere Sänger nicht.

Es wird abschließend auf eine seit dem 1.1.2005 bestehende neu gesetzliche Regelung hingewiesen. Danach haben nämlich alle gemeinnützigen Organisationen die Möglichkeit, ihre gewählten Ehrenamtsträger gegen die Folgen von Unfällen freiwillig zu versichern. Diese Unfallversicherung kostet nach hier vorliegenden Informationen je Versicherten im Jahre 2005 2,73 € pro Jahr und deckt Unfälle ab, die sich während der Ausübung des Ehrenamtes ereignen.

Die vorstehende Problematik wurde an den Rechtsausschuss durch einen Mitgliedsverein herangetragen, der von einer Berufsgenossenschaft aufgefordert wurde, eine Erklärung über Beschäftigte und über einen Unfallhergang abzugeben.


Rechtsanwalt Bernd Lohof
Mitglied des Rechtsausschusses des BDK

Die Kulturpreisträger des BDK

Informationen zum internen Mitgliederportal!

Alle Mitgliedsvereine haben zum 01.07.2017 ihre Zugangsdaten postalisch erhalten.
Die Vereine, die sich bislang nicht registriert haben, bitten wir folgende Schritte zu beachten:

 

1.) Melden Sie sich auf der Bundesgeschäftsstelle innerhalb der Öffnungszeiten.

2.) Dort erhält nur der Hauptverantwortliche des Vereines, in der Regel der Vorsitzende oder BGB-Vorstand (bei uns hinterlegter Ansprechpartner), Auskunft.

3.) Nach verschiedenen Sicherheitsabfragen werden die Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle Ihnen weiterhelfen.

4.) Ausschließlich der Hauptverantwortliche des Mitgliedsvereines kann innerhalb seiner Zuständigkeit weitere Benutzer melden und Rechte für weitere Beauftragte, wie Trainer, Vorstand usw. im Mitgliederportal hinterlegen!

5.) Bei der Erstregistrierung im Mitgliederportal muss unbedingt die genaue Bezeichnung des Vereines (lt. Eintrag ins Vereinsregister) überprüft und ggf. geändert werden. Weiterhin muss zwingend dort die offizielle Postanschrift mit Telefonnummer hinterlegt werden.

 

https://mitgliederportal.karnevaldeutschland.de

 

 

Aktuelles:

Neuer GEMA-Gesamtvertrag mit neuer Tarifvereinbarung Nr.1 "Karnevalistischer Tanz" zum 01. April 2019 gültig!

 

Näheres siehe Mitgliederportal

 

und in der Ausgabe 120  der "Deutsche Fastnacht" nachzulesen.

Neuer Schulungsplan 2019
"Karnevalistischer Tanzsport!"

 

Unter Fachausschüsse Rubrik Tanzturnier-Ausschuss hier Schulungen zu finden!


Lebendig, zukunftsträchtig, ein funkelnder Edelstein - das Deutsche Fastnachtmuseum. Herzlich Willkommen!