Erklärung einzelner Begriffe

 

Elf

Die Zahl Elf ist das Symbol der Narrheit. Die Begründungen dafür sind unterschiedlich. Als Zeichen der Gleichheit aller Narren stellt sie die Eins neben die Eins. Die Elf hat im Rheinland, das 1794 von den Franzosen besetzt wurde, auch einen politischen Bezug. Elf steht hier für die Abkürzung der Ideale der Französischen Revolution; E = Egalité, L = Liberté und F = Fraternité (Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit)

Andere Fastnachtsforscher betonen den religiösen Symbolgehalt der Elf. Den Christen gilt sie als „Zahl der Sünde“. Sie überschreitet das Zehnergesetz der Gebote und erreicht die „heilige Zwölf“ nicht. Durch die Akzeptanz des Aschermittwochs überwindet der Narr jedoch letztlich die Sünde.


Der 11. im 11.

Der Karneval beginnt im November, dem Monat der Besinnung auf Tod und Vergänglichkeit. Das klingt für ein Freudenfest unlogisch, geht jedoch zurück auf die gefühlsbedingte und zeitliche Abfolge griechischer, römischer und germanischer Traditionen.

Es fehlt dem 11. im 11. auch nicht an einer geschichtlichen Grundlage. In der gallischen Kirche bereitete der Advent nicht auf Weihnachten sondern auf das damalige Hauptfest Epiphanie (6. Januar) vor. Der Advent war eine Fastenzeit, die am Martinstag (11. November) begann und 40 Tage dauerte.

Die Feier des 11. im 11. entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts als feierliche Eröffnung der der beginnenden Karnevalssession. Nach den Eröffnungsfeiern, um den 11. im 11. herum, ruht der Karneval wieder und lebt erst ab dem 1. Januar wieder auf.

Korpsgesellschaften und Mariechen.

Es gibt Korpsgesellschaften und Komiteegesellschaften im Karneval. Die Komiteegesellschaften tragen Frack oder Litewka. Korpsgesellschaften sind uniformierter Gesellschaften mit Tanzkorps, überwiegend mit Reiterkorps und mit
Musikzug. Viele Korpsgesellschaften entstanden nach der Reichsgründung 1871, weil der Kaiser das Militärische liebte. Sie traten in historischen oder bunten Phantasieuniformen in den Karneval und haben das Bild des Karnevals stark geprägt. Bis heute entstehen immer noch uniformierte Karnevalsgesellschaften in ganz Deutschland.

Mariechen ist ein typisch kölscher Begriff. Er wurde zum Sammelbegriff für alle Mädchen, die Mitglied einer Tanzgruppe sind. Wirkliche Mariechen sind allerdings nur die Tänzerinnen der Funken. Die Garden haben eine Regimentstochter oder Marketenderin. Die Mariechen sind eine Persiflage auf die Marketenderinnen, die früher die Soldaten- und Söldnerheere begleiteten und ihnen Schnaps und Lebensmittel für den täglichen Bedarf verkauften. Darum tragen die „Mariechen“ auch das Fässchen am Gürtel.


Rosenmontag

Rosenmontag heißt auf kölsch „Rusemondach“ (Ruse = Rosen) und erinnert an den Sonntag Lätare, den Rosensonntag, der in Köln seit dem 16. Jahrhundert als „Halbfasten“ gefeiert wurde. In Rom weihte der Papst am Sonntag Lätare eine mit Moschus und Balsam gefüllte Rose, die in einer Prozession durch die Straßen getragen wurde. An diesem Tag, der Mitte der Fastenzeit, lebte die Erinnerung an den vergangenen Karneval noch einmal auf. Es gab sogar spezielle, für diesen Tag geschriebene Lieder, die das bezeugen. Als 1823 der Karneval reformiert wurde, hat man das Lätarefest erst einmal übernommen und bis 1832 beibehalten. Danach trat der Name Rosenmontag als Mittfastnachtstag in den Sprachgebrauch, denn die Hauptkarnevalstage waren Sonntag, Montag und Dienstag. Der Ausdruck „Veilchendienstag“ hat keinen besonderen Hintergrund. Er entstand im Volksmund als Pendant zum Rosenmontag.


Alaaf

Alaaf kommt aus Köln und ist ein Ausruf, sowie ein Lob- und Trinkspruch und heißt soviel wie „Hoch“ oder „Hurra“. Entstanden ist es aus dem kölschen „all af“, was soviel heißt wie allen voran. Alaaf kann auf Orte, Personen und Gesellschaften ausgerufen werden. Es ist seit 1733 in Köln nachweisbar. Früher hieß es Alaaf Cöllen heute heißt es Kölle Alaaf. Es heißt soviel wie alles lobe Köln, und damit ist Kölle Alaaf nicht an den Karneval gebunden.


Helau

Helau wird urkundlich 1833 erstmals erwähnt. Über die Herkunft des Wortes gibt es unterschiedliche Deutungen. es kommt von „Hallo“es kommt von „hol über“, mit dem Spätheimkehrer den Fährmann riefen.
Am Niederrhein soll helau einmal ein Hirtenruf gewesen sein. „Heel“ grüßten nachweislich schon die Germanen.
Eine andere Deutung ist, dass es von „Heil Adolf“ kommt. Gemeint ist hier Adolf von Cleve, der im 14. Jahrhundert eine Geckengesellschaft gründete (Aus der Festschrift 2001 der Großen Düsseldorfer KG)
Mainz hat 1935 nach einer gemeinsamen Karnevalsfeier mit den Düsseldorfern den Ruf „Helau“ übernommen. Bis dahin riefen die Mainzer „Hoch“.


Traditionscorps

Traditionscorps sind Vereine, die ihr Selbstverständnis aus dem Tragen von historischen Uniformen beziehen. Diese Uniformen müssen sich auf konkrete Uniformen beziehen, die von Beginn des Vereinsbestehens an unverändert und nahtlos getragen werden. Dazu gehören auch das Durchführen von historischen, militärischen Zeremoniellen und die Existenz entsprechender  Vereinsstrukturen.
Jedes Traditionscorps ist demnach ein Unikat. Die Bezeichnung oder Titel „Traditionscorps“ kann durch niemanden verliehen werden und ergibt sich ausschließlich durch die Vereinsentwicklung. Aus diesen Gründen hat der BDK darauf verzichtet, diesbezügliche Regelungen aufzustellen.

Die Kulturpreisträger des BDK
siehe auch Aktuelles

Änderungen in der Turnierausweis - Bestellung!!!!!!!!

Sie erleichtern uns die Arbeit und ersparen sich unnötiges Warten auf die Erledigung Ihrer Bestellung.
Jeder Aktive kann nur einen Ausweis für den gleichen Verein haben.
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Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit!

Neues Mitgliederportal online!
Veränderungen ab dem 01. Juli 2017 bei der Beantragung von Treueabzeichen und Verdienstorden!

 

Zum 30. Juni 2017 haben alle Vorsitzende unserer Mitgliedsgesellschaften ein Schreiben für die erstmalige Anmeldung im neuen Mitgliederportal erhalten.

Wir bitten Sie alle den erstmaligen Login bis zum 31. August 2017 durchzuführen.

Bitte teilen Sie uns auch die aktuellen Mitgliederzahlen bei der Erstanlage genau mit.

 

Ab sofort können BDK-Treueabzeichen und Verdienstenorden ausschließlich über das Mitgliederportal beantragt werden.
Wir bitten um Verständnis, dass keine Anträge mehr in Papierform entgegengenommen werden.

 

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

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